Thumb LOGO HaLT HartamLimiT RGBIm ersten Halbjahr 2018 wurden in den Notaufnahmen der Kinderkliniken und im Klinikum in der Region Hannover 178 alkoholisierte Jugendliche eingeliefert. 101 Jugendliche mussten stationär versorgt werden. Gegenüber dem Vorjahr, mit 148 Fällen in den ersten 6 Monaten, gibt es einen deutlichen Anstieg. Im Kinderkrankenhaus auf der Bult gibt es diesen allerdings nur bei den weniger alkoholisierten ambulanten Fällen.  Das Geschlechterverhältnis ist ausgeglichen, was eine Zunahme bei den Mädchen bedeutet. Im gesamten Jahr 2010 waren noch 414 Jugendliche behandelt worden, 238 davon stationär. Seither gingen die Werte in der Region Hannover zurück.

Diesen Trend gab es ab 2012 auch im Bundesgebiet.Seit dem Jahr 2016 kam es bundesweit wieder zu etwas mehr Alkoholvergiftungen. Allein mit dem warmen Frühjahr lässt sich die aktuelle Entwicklung nicht erklären. In der Monatsauswertung der Kinderklinik auf der Bult verteilen sich die Betroffenen gleichmäßig auf das erste und zweite Quartal.

Im gesamten Jahr 2017 wurden 294 alkoholisierte Kinder und Jugendliche in der Region Hannover in den Notaufnahmen behandelt. 187 von ihnen mussten stationär versorgt werden. Der Mädchenanteil ist auf 47 % angestiegen. Es wurden weniger Jugendliche mehrfach auffällig und der Beikonsum von illegalen Drogen ging ebenfalls zurück.

Bundesweit wurden 2016 rund 22.309 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Im Vergleich zu 2015 bedeutet dies einen Anstieg von 1,8 %. Wobei ein höherer Anstieg bei den 15- bis 20-Jährigen, als bei den 10- bis 15-jährigen zu verzeichnen ist. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung betont, dass auf diesen Anstieg weiterhin mit einer konsequenten Durchsetzung des Jugendschutzes reagiert werden muss (vgl. DAZ.online). Da in den letzten Jahren keine strukturellen Eingriffe von Seiten der Gesetzgeber wie Steuererhöhungen, oder Abgabe- und Konsumbeschränkungen vorgenommen wurden, kann bei den rückläufigen Zahlen in der Region Hannover ein Zusammenhang mit einer verbesserten oder intensiveren Prävention angenommen werden.

Das Programm HaLT-Hart am LimiT nimmt in der Region Hannover nunmehr seit 10 Jahren Kontakt zu riskant konsumierenden Jugendlichen auf. Fachkräfte der Sucht- und Drogenberatungsstellen prisma, Drobs, Neues Land und die Einrichtung Güldene Sonne bieten den Jugendlichen und ihren Eltern ein kostenfreies Gespräch meist noch während des Klinikaufenthaltes an. 2016 wurden 104 Beratungen durchgeführt. Bei 3/4 der Beratungen wurden auch Elterngespräche geführt.

Polizei, Suchtberatungsstellen und Jugendschutz unterstützen vor allem Schulen in ihrem Präventionsauftrag.
Im Jahr 2017 hat der Jugendschutz der Region Hannover 83 Alkoholpräventionsveranstaltungen durchgeführt. Neben den Präventionsmodulen "Klarsichtparcours" und "Tom und Lisa", die für Schulklassen angeboten werden,  wurden Bausteine zur Alkohol- und Suchtprävention für jugendliche Flüchtlinge entwickelt und erprobt.

Das Alkoholpräventionsprogramm HaLT wird an über 160 Standorten im Bundesgebiet umgesetzt. Das HaLT Servicecenter zertifiziert die Standorte und stellt Materialien zur Verfügung. Zum 15-jährigen Bestehen von HaLT wurde ein neues Logo, ein neuer Internetauftritt und ein überarbeitetes Handbuch vorgestellt. In der Region Hannover besteht HaLT seit 2008. Um die Marke einheitlich zu präsentieren, wird das neue Logo nach und nach in allen Veröffentlichungen des HaLT-Programms Verwendung finden.

Der HaLT Jahresbericht mit Grafiken und Entwicklungen ist dem Jahresbericht des Team Jugend- und Familienbildung entnommen.
HaLT Jahresbericht 2017.pdf

Weitere Informationen:
HaLT Programm der Region Hannover
Region Hannover, Jugendschutz, Tel.: (0511) 616 256- 08 oder -06
E-Mailkontakt

Bundesweites HaLT Servicecenter: www.halt.de

 


 

 

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Fax.: 0511/616 256 15
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