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Im Klinikum der Region Hannover, in der Kinderklinik "Auf der Bult" und der Kinderklinik der MHH wurden im letzten Jahr 276 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung behandelt. Davon waren 132 so stark alkoholisiert, dass sie stationär versorgt werden mussten. 144 Minderjährige konnten von den Eltern nach einer Erstversorgung abgeholt werden.  Nach Höchstwerten vor 10 Jahren geht die Zahl der Alkoholintoxikationen in der Region Hannover stetig zurück. Gegenüber dem Jahr 2018 um 8%. Das Alkholpräventionsprogramm HaLT- Hart am Limit berät Jugendliche und deren Eltern nach einem Alkoholnotfall noch am Krankenbett oder kurz danach in einer Suchtberatungseinrichtung. 2019 wurden 77 Jugendliche erreicht, das sind 12% mehr als 2018. Der Beratungsanteil konnte also deutlich gesteigert werden. Die meisten Betroffenen haben Spirituosen konsumiert. Als häufigster Trinkort wurden private Feiern angegeben.

Diesen Abwärtstrend gibt es auch im  Bundesgebiet. In 2012 wurden in Deutschland 26.673 Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit Alkohol in ein Krankenhaus eingeliefert. Doch immer noch werden in Deutschland im Jahr 2018 rund 21.000 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 10 und 19 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung betonte, dass weiterhin mit einer konsequenten Durchsetzung des Jugendschutzes agiert werden muss (vgl. DAZ.online). Da in den letzten Jahren keine strukturellen Eingriffe von Seiten der Gesetzgeber wie Steuererhöhungen, oder Abgabe- und Konsumbeschränkungen vorgenommen wurden, kann bei rückläufigen Zahlen ein Zusammenhang mit einer verbesserten oder intensiveren Prävention angenommen werden.

Das Programm HaLT-Hart am LimiT nimmt in der Region Hannover nunmehr seit 12 Jahren Kontakt zu riskant konsumierenden Jugendlichen auf. Fachkräfte der Sucht- und Drogenberatungsstellen prisma, Drobs, Neues Land und die Einrichtung Güldene Sonne bieten den Jugendlichen und ihren Eltern ein kostenfreies Gespräch, meist noch während des Klinikaufenthaltes, an.  Bei den meisten Beratungen wurden auch Elterngespräche geführt.

Polizei, Suchtberatungsstellen und Jugendschutz unterstützen vor allem Schulen in ihrem Präventionsauftrag. Im Jahr 2019 hat der Jugendschutz der Region Hannover 80 Alkoholpräventionsveranstaltungen durchgeführt. Insbesondere die Präventionsmodule "Klarsichtparcours" und "Tom und Lisa", die für Schulklassen angeboten werden, wurden dabei bedient.

GKV BündnisDas Alkoholpräventionsprogramm HaLT wird an ca. 150 Standorten im Bundesgebiet umgesetzt. Das HaLT Servicecenter zertifiziert die Standorte und stellt Materialien zur Verfügung. Das GKV Bündnis für Prävention unterstützt HaLT als wirksames Präventionskonzept und finanziert seit Sommer 2019 mehrere Präventionsmodule.  Weitere Entwicklungen und Grafiken befinden sich im Themenfeldbericht  Prävention der Region Hannover

Weitere Informationen: HaLT Programm der Region Hannover Region Hannover, Jugendschutz, Tel.: (0511) 616 256- 08 oder -06

E-Mail-Kontakt HaLT Region Hannover 
Bundesweites HaLT Servicecenter: www.halt.de

 


 

 

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