ENERGY DRINKS - KOFFEIN-KICK MIT RISIKO

Schulferienkalender 18 400pxDer neue Schulferienkalender des Jugendschutzes der Region Hannover ist da.

Im Jahr 2018 steht der Konsum von Energy Drinks bei Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt des Schulferienkalenders. Gerade junge Menschen verbinden Energy Drinks oftmals nur mit den durch Werbung suggerierten Begriffen wie Fitness, Leistung und Abenteuer. Deshalb möchte der aktuelle Kalender zum Nachdenken sowie zum Austausch über mögliche gesundheitliche Folgen des übermäßigen Konsums von Energy Drinks anregen. 

Der Jugendschutz der Region Hannover bietet Unterstützung für Schulen und Jugendeinrichtungen Unterstützung in der Prävention an. Energy Drinks werden häufig im Zusammenhang mit Alkohol angesprochen.

Aktuell ist die Abgabe von koffeinhaltigen Getränken gesetzlich nicht geregelt. Bisher entscheiden die Supermärkte und Drogerie-Märkte selbst, an wen sie die Produkte verkaufen. "Die massiven wirtschaftlichen Interessen haben offensichtlich ein höheres Gewicht als die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen", kritisiert der Kinderkardiologe Hulpke-Wette. Er appelliert an den Jugendschutz, dass hier Aufklärungsarbeit an oberster Stelle stehen müsse. Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt sagt: „Verbote laufen hier ins Leere. Wir müssen stattdessen das Bewusstsein schärfen. Nachhaltige Erfolge erzielen wir durch Aufklärung und Bildung“. Seit vergangenem Dezember findet sich auf den Energy Drink Produkten ein Warnhinweis: "Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen". Doch reicht dieser Hinweis aus, um Kinder und Jugendliche auf die Gefahren des Konsums aufmerksam zu machen oder gar vom Konsum abzuhalten?

Koffeingehalt
Wie wirken die „Erfrischungsgetränke“ überhaupt bei Kindern und Jugendlichen? Und ab wann wird es gefährlich? Laut Stiftung Warentest enthalten die „Wachmacher“ Wasser, Koffein, viel Zucker und Inhaltsstoffe wie Taurin, Inosit und Glucuronolacton. Die Europäische Lebensmittelbehörde hat festgelegt, dass man nicht mehr als 3mg Koffein pro Kilokörpergewicht aufnehmen soll. Bei einem Körpergewicht von 40kg, soll man also nicht mehr als 120mg Koffein, also ca. 1,5 Dosen Energy, zu sich nehmen. Bei höheren Mengen könne es gerade bei Heranwachsenden zu Herz-Rhytmus-Störungen, Krampfanfällen, Bluthochdruck oder Nierenversagen führen. Zur Orientierung zeigt die Grafik die in üblichen Konsumeinheiten enthaltene Koffeinmenge. Die Energy Shots sind stark konzentriert und bergen die Gefahr einer schnellen Überdosierung.

Koffeingehalte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mengenangaben der Getränke in üblichen Konsumgrößen (Quelle: Stiftung Warentest)

Dickmacher
Umstritten sind die Getränke auch auf Grund ihres hohen Zuckergehalts. Eine 250ml Dose Energy enthält umgerechnet sieben Stück Würfelzucker. Doch wenn man diesen Hinweis mal genauer betrachtet, steht er dann nicht im Widerspruch zu dem Image, welches die Energy-Produkte verkörpern wollen? Unternehmen wie Red Bull sind Sponsoren für Sportvereine- und Events. Das Produkt soll für körperliche und geistige Lebhaftigkeit stehen, doch eigentlich fördern diese zuckerhaltigen Getränke genau das Gegenteil. Sie machen dick und können einige körperlichen Nebenwirkungen mit sich bringen.

Energy Drinks und Alkohol
Gas geben und gleichzeitig bremsen würde beim Fahren zu einer unkontrollierbaren gefährlichen Situation führen und so ist auch die beliebte Mischung von Energy und Alkohol riskant. Die aufputschende Wirkung des Koffeins führt meist auch dazu, dass mehr und länger Alkohol getrunken wird, weil sich die Konsumenten trotz hohem Alkoholpegel fit und wach fühlen.

Wer sich bezüglich Energy Drinks noch genauer informieren möchte, kann sich unter folgendem Link einen Flyer vom Jugendschutz der Landeshauptstadt Hannover anschauen.

Hannover Logo

Kontakt

Region Hannover, Team Jugend- und Familienbildung

Am Jugendheim 7, 30900 Wedemark
Tel.: 0511/616 256 00
Fax.: 0511/616 256 15
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Newsletter

Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter!

Wir informieren über Jugendschutzthemen und Angebote des Team Jugend- und Familienbildung.

Jetzt anmelden

Go to top